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Megalithisches Ganggrab in Lütow auf der Insel Usedom

Das megalithische Ganggrab aus der Jungsteinzeit bei Lütow ist ein Beispiel für Großsteingräber im pommerschen Raum. Lütow liegt nahe Neuendorf auf der Halbinsel Gnitz am Achterwasser, Gnitz gehört zur Insel Usedom. Die Anlage wurde um 3.000 vor Christus von Menschen der Trichterbecherkultur errichtet. Das eigentliche Grab war durch einen Gang aus Steinplatten von Osten her begehbar. Von den ursprünglich drei oder vier Grabkammern sind heute nur noch zwei existent. Eine mächtige Buche steht inmitten der Grabanlage und beschirmt den gesamten Platz.

Das Grab 1 ist ein Ganggrab Typ Holsteiner Kammer, es ist leicht trapezförmig und hat ein Nord-Süd orientiertes Hünenbett. Bei der Ausgrabung aus dem Jahr 1936 wurden hier mehr als 20 Keramikgefäße, 11 Flintkeile, 10 Flintmeißel, 110 Flintklingen und Bernsteinschmuck gefunden. Die Fundgegenstände kamen zunächst ins Museum in Stettin und werden heute Pommerschen Landesmuseum in Greifswald aufbewahrt.

Die Gräber 2 und 3 waren in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts noch gut erhalten und wurden um 1860 durch Sprengung zerstört. Bis 1880 wurden die Steine zum Bau von Häusern verwendet.

Das 4. Grab besitzt unter einer Hügelschüttung eine kleine Grabkammer, bei der es sich wahrscheinlich um einen erweiterten Dolmen handelt. Ein Dolmen ist ein aus großen, unbehauenen oder behauenen Steinblöcken errichtetes Bauwerk, das oft als Grabstätte diente. Es besteht aus mindestens drei aufrecht stehenden Tragsteinen, auf denen eine oder mehrere Deckplatten ruhen. Meist waren die Dolmen in Europa von Hügeln aus Steinen oder Erde bedeckt. Die Archäologen datieren die Entstehung der Großsteingräber in die mittlere Jungsteinzeit etwa zwischen 3.500 und 2.800 vor Christus.

  Megalithisches Ganggrab bei Lütow Usedom Megalithisches Ganggrab bei Lütow Usedom

Hier weitere Großsteingräber auf der Insel Usedom:
Großsteingräber bei Suckow, einem Ortsteil von Rankwitz - zwei megalithische Grabanlagen
Großsteingrab Benz - megalithische Grabanlage, wurde 1884 zerstört
Großsteingrab Dargen (Görke) - megalithische Grabanlage, um 1833 noch vorhanden und wurde vermutlich im 19. oder frühen 20. Jahrhundert zerstört, genauer Standort ist nicht überliefert
Großsteingrab Katschow - megalithische Grabanlage, es wurde Ende der 1850er Jahre zur Gewinnung von Baumaterial für die Chaussee von Swinemünde nach Usedom zerstört, genauer Standort ist nicht überliefert
Großsteingrab Koserow - megalithische Grabanlage, war um 1850 noch vorhanden und wurde vermutlich im 19. oder frühen 20. Jahrhundert zerstört, genauer Standort ist nicht überliefert, aus dem Grab stammt das Oberteil eines menschlichen Schädels, das Anfang der 1850er Jahre in den Besitz der Gesellschaft für Pommersche Geschichte und Altertumskunde gelangte;
Steingräber bei Labömitz - mehrere teilweise megalithische Grabanlagen, noch zwei existieren heute, restliche Gräber im 19. Jahrhundert zerstört, zwei wurden 1884 abgetragen und untersucht, die Funde gelangten ins Museum von Stettin.
Großsteingrab Neppermin - megalithische Grabanlage, war 1833 noch vorhanden und wurde vermutlich im 19. oder frühen 20. Jahrhundert zerstört, genauer Standort ist nicht überliefert;
Neuendorf und an der Nordseite des Weißen Berges - liegen noch mehrere Hügelgräber aus der folgenden Bronzezeit (1.700 bis 600 vor Chr.).

Weitere Informationen über Hünengräber unter: http://de.wikipedia.org/wiki/Hünengrab,
http://de.wikipedia.org/wiki/Großdolmen,
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Grosssteingraeber_in_Mecklenburg-Vorpommern

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Copyright der Fotos und der Texte Bernd Sternal 2017

 
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